Sonstige Bausteine & Auslassungen
Neben den Standardabschnitten enthalten Zeugnisse oft spezifische Klauseln zu Ehrlichkeit, Belastbarkeit oder Austrittsgründen. Insbesondere bei vertrauenskritischen Funktionen (Kasse, Buchhaltung) ist das Fehlen einer expliziten Ehrlichkeitsbestätigung ein ernstes Warnsignal.
Er/Sie war in seinem/ihrem Aufgabenbereich stets ehrlich und zuverlässig.
Für Tätigkeiten mit Kassen-, Waren- oder Vermögensverantwortung ist eine ausdrückliche Ehrlichkeitsbestätigung üblich — ihr Fehlen gilt als eines der ernstesten stillen Signale der Zeugnissprache.
Er/Sie erledigte die ihm/ihr übertragenen Aufgaben.
Ein rein faktischer Satz ohne jede Bewertung — typisch für ein auffällig knappes Zeugnis, das als Vollzeugnis auftritt, aber keine echte Leistungsbeurteilung enthält.
Das Arbeitsverhältnis endete am [Datum].
Eine bewusst neutrale, nichtssagende Formulierung des Austrittsgrunds — weder Kündigung noch Eigeninitiative wird erkennbar.
Er/Sie genießt im Unternehmen unsere vollste Hochachtung.
Sehr hohes persönliches Ansehen und Respekt der Geschäftsleitung.
Er/Sie war krankheitsbedingt häufig abwesend.
Ein Hinweis auf Krankheit oder Absenzen — er gehört nicht ins Zeugnis, auch wenn er zutrifft.
Während ihres Mutterschaftsurlaubs ruhte das Arbeitsverhältnis.
Ein Hinweis auf Schwangerschaft oder Mutterschaft — im Zeugnis unzulässig und zusätzlich geschlechtsdiskriminierend.
Gegen ihn/sie liefen während der Anstellung Betreibungen.
Die finanzielle Lage der arbeitnehmenden Person ist Privatsache und gehört nicht ins Zeugnis.
Er/Sie ist reformierter Konfession.
Religionszugehörigkeit und Weltanschauung sind besonders schützenswerte Daten und im Zeugnis unzulässig.